Eine Entscheidung, die du nur einmal richtig treffen musst
Die PKV kann dir mehr Leistung und langfristig planbare Beiträge bringen — wenn Zielgruppe, Tarifqualität und Kalkulation zusammenpassen. Ich prüfe das ergebnisoffen mit dir. Und sage dir auch, wenn du besser in der gesetzlichen Kasse bleibst.
- Grenze 2026: 77.400 € brutto
- Anonyme Voranfrage bei Vorerkrankungen
- Auch Tarifwechsel nach § 204 VVG
Nicht „privat oder gesetzlich“, sondern: Was passt zu deinem Leben
In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlst du einen Prozentsatz deines Einkommens und bekommst dafür einen gesetzlich definierten Leistungskatalog. Familienmitglieder ohne eigenes Einkommen sind beitragsfrei mitversichert.
In der privaten Krankenversicherung zahlst du für die Leistungen, die du im Vertrag vereinbarst – kalkuliert nach Eintrittsalter und Gesundheitszustand, nicht nach Gehalt. Jede Person braucht einen eigenen Vertrag. Dafür sind die Leistungen vertraglich zugesichert und können dir nicht per Gesetzesänderung gekürzt werden.
Beides hat gute Gründe. Die Frage ist nicht, was allgemein besser ist – sondern was zu deinem Einkommen, deiner Familienplanung und deiner Gesundheit passt. Und ob du die Entscheidung in zwanzig Jahren noch gut findest.
Der Beitrag folgt einer anderen Logik
Gesetzlich: Dein Beitrag hängt am Einkommen. Verdienst du mehr, zahlst du mehr – bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
Privat: Dein Beitrag hängt an Leistungsumfang, Eintrittsalter und Gesundheitszustand bei Vertragsbeginn. Steigt dein Gehalt, steigt dein Beitrag nicht mit.
Wichtig für später: Auch private Beiträge steigen – durch medizinischen Fortschritt und steigende Kosten im Gesundheitswesen. Wie gut ein Versicherer kalkuliert, ist deshalb wichtiger als der Einstiegspreis.
Zwei Systeme, zwei Logiken
Keins der beiden Systeme ist grundsätzlich besser. Sie funktionieren nur nach unterschiedlichen Regeln — und je nach Lebenssituation passt mal das eine, mal das andere.
| Gesetzliche Krankenversicherung | Private Krankenversicherung | |
|---|---|---|
| Beitrag richtet sich nach | deinem Einkommen | Leistungsumfang, Eintrittsalter, Gesundheitszustand |
| Familie | Partner ohne Einkommen und Kinder beitragsfrei mitversichert | jede Person ein eigener Vertrag mit eigenem Beitrag |
| Leistungen | gesetzlich definiert, politisch änderbar | vertraglich zugesichert, nicht einseitig kürzbar |
| Gesundheitsprüfung | keine | ja — Zuschlag oder Ausschluss möglich |
| Im Alter | Beitrag sinkt mit dem Einkommen | Beitrag bleibt, Vorsorge über Alterungsrückstellungen |
| Wechsel zurück | — | nur unter engen Voraussetzungen, ab 55 praktisch ausgeschlossen |
Die letzte Zeile ist die wichtigste. Alles andere lässt sich später anpassen — diese Entscheidung nicht.
Wer überhaupt wählen darf
Nicht jeder kann sich frei entscheiden. Diese drei Gruppen haben die Wahl – aus ganz unterschiedlichen Gründen.
Über der Versicherungspflichtgrenze
Liegt dein Jahresbruttogehalt über der Versicherungspflichtgrenze, darfst du wechseln. 2026 sind das 77.400 € im Jahr oder 6.450 € im Monat. Der Wert wird jedes Jahr neu festgelegt – wir rechnen im Gespräch mit deinen echten Zahlen. Dein Arbeitgeber beteiligt sich am Beitrag wie in der gesetzlichen Kasse.
Unabhängig vom Einkommen
Als Selbstständige:r oder Freiberufler:in kannst du unabhängig vom Verdienst wählen. Hier zählt eine ehrliche Kalkulation über Jahrzehnte – nicht der günstigste Einstiegsbeitrag. Auch das Krankentagegeld gehört von Anfang an dazu, weil dir sonst bei Krankheit sofort das Einkommen fehlt.
Mit Beihilfe rechnen
Dein Dienstherr übernimmt über die Beihilfe einen Teil deiner Krankheitskosten. Privat versicherst du nur den Rest – das ist meist die wirtschaftlichste Lösung. Über die Qualität entscheidet dann die Tarifwahl, nicht die Grundsatzfrage.
Was 2026 gilt
Diese Werte legt der Gesetzgeber jedes Jahr neu fest. Sie entscheiden darüber, ob du überhaupt wählen darfst – und wie dein Beitrag berechnet wird.
Verdienst du als Angestellte:r brutto mehr, darfst du in die private Krankenversicherung wechseln. Das entspricht 6.450 € im Monat.
Sozialversicherungsrechengrößen 2026, Verordnung vom 08.10.2025. Bundesregierung
Bis zu diesem Jahresbrutto wird dein gesetzlicher Beitrag berechnet. Was du darüber verdienst, erhöht ihn nicht mehr – ein wichtiger Punkt beim Vergleich.
Sozialversicherungsrechengrößen 2026, Verordnung vom 08.10.2025. Bundesregierung
Die PKV ist weder Nische noch Massenprodukt. Ob sie zu dir passt, entscheidet nicht die Statistik, sondern deine Lebensplanung.
PKV-Verband, Branchenzahlen 2025. pkv.de
Wann ich zur PKV rate – und wann ausdrücklich nicht
Ich verdiene an einem PKV-Abschluss. Trotzdem rate ich regelmäßig davon ab, weil die Entscheidung für viele Menschen schlicht nicht passt. Hier sind meine Kriterien, offen aufgeschrieben.
Spricht dafür
- Dein Einkommen ist stabil und langfristig planbar – auch im Ruhestand
- Du bist gesund oder hast nur kleinere, gut dokumentierte Vorerkrankungen
- Du legst Wert auf konkrete Leistungen: Behandlung durch Fachärzte ohne lange Wartezeit, Heilmittel, Zahnersatz, freie Krankenhauswahl
- Du bist Beamt:in oder Anwärter:in mit Beihilfeanspruch
- Du bist bereit, dich einmal gründlich mit dem Thema zu beschäftigen
Spricht dagegen
- Du planst mehrere Kinder und ein Elternteil verdient allein – in der gesetzlichen Kasse wären sie beitragsfrei mitversichert
- Dein Einkommen schwankt stark oder du rechnest mit einer beruflichen Auszeit
- Du willst dir die Rückkehr in die gesetzliche Kasse offenhalten – die ist ab einem gewissen Alter praktisch ausgeschlossen
- Der Beitrag wäre nur knapp finanzierbar. Eine PKV muss auch in schlechten Jahren tragen
- Du entscheidest gerade unter Zeitdruck. Dann warten wir lieber
Der Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung ist an enge Voraussetzungen geknüpft und wird mit steigendem Alter sehr schwierig. Genau deshalb nehme ich mir für diese Entscheidung mehr Zeit als für jede andere.
Worauf ich bei jedem Tarif schaue
Der Beitrag ist die Zahl, die man sofort sieht. Diese vier Punkte entscheiden darüber, ob du in zwanzig Jahren noch zufrieden bist.
Was steht wirklich im Bedingungswerk
Offener oder geschlossener Hilfsmittelkatalog, Psychotherapie, Heilmittel, Zahnstaffel in den ersten Jahren, Auslandsschutz, Kurleistungen: Die Unterschiede stehen in den Bedingungen, nicht im Prospekt. Ich lese sie, damit du sie nicht lesen musst – und erkläre dir, was davon für dich zählt.
Wie hat der Versicherer bisher kalkuliert
Ein niedriger Einstiegsbeitrag sagt wenig darüber aus, was du mit 60 zahlst. Ich schaue mir die Beitragshistorie und die Finanzstärke des Versicherers an – zu knapp kalkulierte Tarife holen ihre Anpassungen später nach.
Was passiert im Ruhestand
Im Alter sinkt oft das Einkommen, der Beitrag aber nicht automatisch. Beitragsentlastungsbausteine, der gesetzliche Zuschlag und Alterungsrückstellungen gehören deshalb von Anfang an in die Planung – nicht erst mit 55.
Die Gesundheitsfragen
Falsche oder unvollständige Angaben im Antrag können dich später den Versicherungsschutz kosten. Wir gehen deine Krankengeschichte deshalb sorgfältig durch – bei relevanten Vorerkrankungen frage ich vorab anonym bei mehreren Versicherern an, bevor irgendein Antrag gestellt wird.
Du bist schon privat versichert und dein Beitrag drückt? Dann lohnt der Blick auf einen Tarifwechsel innerhalb deiner Gesellschaft nach § 204 VVG: Du behältst deine Alterungsrückstellungen und musst dich nicht neu gesund prüfen lassen. Schreib mir, dann sehe ich mir deinen Vertrag an.
So läuft eine PKV-Beratung bei mir ab
Vom ersten Gespräch bis zur Entscheidung vergehen meist mehrere Wochen. Das ist Absicht – bei einer Entscheidung für Jahrzehnte gibt es keinen Grund zur Eile.
Grundsatzfrage klären
Zuerst schauen wir, ob die PKV für dich überhaupt sinnvoll ist – Einkommen, Familienplanung, berufliche Perspektive. Wenn nicht, sind wir hier fertig und du hast Klarheit.
Leistungsniveau festlegen
Was ist dir wichtig, worauf kannst du verzichten? Daraus entsteht dein Anforderungsprofil – bevor wir über einzelne Tarife sprechen.
Gesundheitshistorie sichten
Wir erfassen Behandlungen und Diagnosen vollständig. Bei relevanten Vorerkrankungen stelle ich anonyme Voranfragen bei mehreren Versicherern.
Marktvergleich und Empfehlung
Du bekommst eine Auswahl passender Tarife mit Beiträgen, Leistungsunterschieden und meiner begründeten Empfehlung – schriftlich, in Ruhe nachzulesen.
Antrag und Betreuung
Ich begleite Antrag und Annahme, kümmere mich um Rückfragen des Versicherers – und bleibe danach dein Ansprechpartner, auch bei Beitragsanpassungen und Abrechnungsfragen.
„Die PKV ist das Thema, bei dem ich am häufigsten abrate. Nicht weil sie schlecht wäre – sondern weil sie für viele Lebensentwürfe einfach nicht passt. Wenn sie passt, dann aber richtig: mit einem Tarif, der auch in dreißig Jahren noch trägt.“
PKV – kurz beantwortet
Ab welchem Einkommen darf ich als Angestellte:r in die PKV?
Wird die PKV im Alter unbezahlbar?
Was passiert mit meiner Familie?
Ich habe eine Vorerkrankung – ist die PKV damit gestorben?
Kann ich später zurück in die gesetzliche Krankenversicherung?
Was kostet mich deine PKV-Beratung?
Finden wir heraus, ob die PKV zu dir passt
Schreib mir kurz, wo du gerade stehst. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, ob ein Wechsel für dich sinnvoll ist, welches Leistungsniveau zu dir passt und mit welchem Beitrag realistisch zu rechnen ist.
- Kostenfrei und unverbindlich
- Ca. 15 Minuten, telefonisch oder per Video
- Antwort in der Regel innerhalb eines Werktags
Lieber direkt sprechen? 0174 6538777 oder per WhatsApp.
Was viele im gleichen Gespräch klären
Berufsunfähigkeit
Krankenversicherung zahlt Behandlungen. Dein Einkommen sichert sie nicht – das macht die BU.
ETF-Rente
Wenn die Absicherung steht, geht es um den Aufbau: Altersvorsorge mit breit gestreuten ETFs.
So läuft die Beratung
Was dich erwartet, was es kostet und was du zum ersten Termin mitbringen kannst.